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Minergie-Standard

Der Minergie-Standard wurde 1998 in der Schweiz eingeführt und stellt zurzeit den wichtigsten Energiestandard für Niedrigenergiehäuser dar. In Abbildung 16 ist die Entwicklung bezüglich Minergie dargestellt.

Hierbei werden sehr hohe Anforderungen an Qualität und Energieeffizienz von Gebäuden gestellt. Die sicherlich wichtigste Anforderung ist sicherlich die an den Heizwärmebedarf, der für den Minergie-Standard nicht mehr als 38 kWh/ m²a betragen darf. Das entspricht etwa 3,8 l Heizöl pro m² und Jahr.

Im Laufe der Zeit wurde der Minergie-Standard erweitert. Während die Minergiekennzahl- Wärme bei Minergie-P maximal 30 kWh/ m²a betragen darf, handelt es sich bei Minergie-A um einen Plusenergie-Gebäudestandard, siehe Abbildung 17.

Die Anforderungen können nur umgesetzt werden indem besonders viel Aufmerksamkeit auf die Detailausführung gelegt wird. Dabei muss besonders auf die Luftdichtigkeit und die Ausführung von Wärmebrücken geachtet werden (siehe dazu Wärmebrücken im Passivhaus), indem Wärmeverluste durch Undichtigkeiten vermieden werden und gleichzeitig für Niedrigenergieausführungen geeignete Komponenten wie hochwertige Wand- und Fensterbauteile verwendet werden. Um die Wärmeverluste durch Lüftung zu reduzieren verfügen Passivhäuser über automatische Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher. D.h. die Wärme wird der Abluft entzogen und der Frischluft zugeführt.

Durch eine energiesparende Bauweise ist der Energiebedarf eines Niedrigenergiehauses gering. Die internen Energiegewinne in einem Niedrigenergiehaus werden durch grosse Fensterflächen (=solare Energiegewinne), interne Gewinne wie elektrische Geräte, die Bewohner und ggf. eine Zusatzheizung erzielt. Um den sommerlichen Wärmeschutz gewährleisten zu können müssen ausreichend Verschattungsmöglichkeiten für die Fensterflächen eingeplant werden. Damit kann zu jeder Zeit ein behagliches Raumklima gewährleistet werden.

Zusammenfassung:

  • Hohe Anforderungen an den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) aller Bauteile
  • Vermeidung von Wärmebrücken durch sorgfältige Ausführung
  • Grosse Fensterflächen in Richtung Süden ermöglichen hohe solare Energiegewinne im Winter
  • Durch planerische und/oder gestalterische Massnahmen muss eine Überhitzung im Sommer verhindert werden
  • Anlagentechnik zur Lüftungswärmerückgewinnung reduzieren Wärmeverluste durch Lüftung
  • Die Luftdichtheit der Gebäudehülle verhindert Wärmeverluste durch Fugen und Spalten
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Bauphysik
Bauphysik-Handbuch - Grundlagen des Wärme- und Feuchteschutzes
pdf, 837,36 KB (25.09.2018)
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