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Aarau

Die Ausnahme von Andermatt

Haus_Hirsch_aussen
Rohbau
Einbetonierung
Isokorb_K_Rohbau
Als der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris 2005 nach Andermatt eingeladen wurde, kam er in der Rolle des Beraters. 2010 legte er als Bauherr den Grundstein zu einem der grössten touristischen Immobilienprojekte der Schweiz. Nicht nur deshalb ist Anderma

Die Gesamtinvestition im beschaulichen Bergdorf wird auf 1,8 Milliarden Franken veranschlagt. Auf 1,3 Millionen m2, inklusive Golfplatz, entstehen sechs Hotels, 490 Appartements in 42 Gebäuden, 25 Villen und eine Vielzahl von Infrastrukturbauten sowie Sport-, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, die Andermatt in eine neue touristische Liga hervorheben werden. Zudem hat die Bauherrin, die in Andermatt UR domizilierte Andermatt Swiss Alps AG, mit Zustimmung der Aktionäre auch die Bergbahnen von Andermatt und Sedrun übernommen und wird diese umfassend erneuern und miteinander verbinden. Aussergewöhnlich ist das Projekt aber auch insofern, als es 2006 mit bundesrätlichem Segen von der sogenannten „Lex Koller" befreit wurde. Auch Nicht-Schweizer Käufer dürfen hier somit ohne Einschränkung Eigentum erwerben und wieder veräussern, was in allen andern Fällen in der Schweiz seit fast 30 Jahren zwar nicht verboten, aber ein bürokratischer Spiessrutenlauf ist.

Hohe Bauqualität, erneuerbare Energien

Sämtliche Neubauten, vom Hotel über die Eigentumswohnung bis zum Gewerbezentrum, erfüllen strenge Auflagen, die in enger Zusammenarbeit mit Einwohnern, Umweltverbänden, Heimatschutz, Tourismus-organisationen und Behörden formuliert wurden. Das Schweizer Qualitätslabel Minergie® gilt ebenso als Messlatte wie der Grundsatz, Strom und Wärme ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen und somit CO2-neutral zu gewinnen. Das Haus Hirsch, eines von insgesamt 42 Appartementgebäuden, mit dessen Bau im 2012 begonnen wurde, steht im Nordwesten des Dorfes. Es dient als überzeugendes Beispiel für den Einsatz von Schöck-Produkten, welche die Philosophie des hochwertigen und nachhaltigen Bauens seit jeher mittragen – im wahrsten Sinne des Wortes.

31 Balkone thermisch entkoppelt

Das Haus bietet 18 Eigentumswohnungen mit 2 ½ (min. 91 m2) bis 5 ½ Zimmern (min. 226 m2). Seine dreiteilige Gliederung ist inspiriert vom «Stalden», der typischen Gebäudeform aus dem benachbarten Gomsertal. Ein massiver Natursteinsockel bildet dabei die Basis, auf dem durch eine gläserne Fuge getrennt der Hauptkörper aus Lärchenholz sitzt. Den Wohnräumen vorgelagert sind grosszügige Balkone, die das Wohn- und Esszimmer je nach Einheit um 8 bis 25 m2 in den Aussenbereich erweitern. Im ersten Obergeschoss sind die Balkone zudem mit Glas eingefasst. In diesem alpinen Klima mit seinen grossen Temperaturschwankungen und zeitweise sehr starken Föhnwinden ist die fachgerechte thermische Entkoppelung und Bewehrung der Balkone besonders wichtig. Diese Aufgabe übernimmt hier der Schöck Isokorb® K, ein tragendes Wärmedämmelement für frei auskragende Balkone. Es überträgt Biegemomente und Querkräfte einachsial – in diesem Fall von Ortbeton zu Ortbeton – und erspart dank der integrierten Aufhänge- und Randzugbewehrung die balkonseitig erforderlichen Steckbügel. Der Isokorb® ist damit ein wichtiges Detail zur Erreichung des Minergie®-Standards.

Trittschallschutz mit Schöck Tronsole®

Um dem berechtigten Anspruch der künftigen Eigentümer an höchste Wohn- und Lebensqualität gerecht zu werden, sorgt die Tronsole® in den mit vorfabrizierten Betonelementen gefertigten Treppenhäusern für Ruhe. „Schallschutz ist, auch in diesen Luxuswohnungen, kein Luxus sondern Notwendigkeit", erklärt Kuno Zimmermann, Bereichsleiter Baumanagement bei Itten + Brechbühl AG. Die einbaufertige Tronsole® verhindert die Schallübertragung zwischen Treppenlauf/Podest und der ebenfalls betonierten Gebäudetragstruktur. Auch die Fugen bleiben sauber. Es können sich keine Schallbrücken wie zum Beispiel Steinchen oder Bauschutt einschleichen. Zusammenfassend begründet Kuno Zimmermann die Wahl von Schöck Produkten für dieses medienträchtige Prestige-Objekt: Der „Isokorb® wie auch die Tronsole® erfüllen unsere statischen und thermischen Anforderungen ohne Einschränkung. Dass beide Bauteile auch einfach und sicher zu verarbeiten sind, ist ein zusätzlicher Nutzen."

Das Objekt auf einen Blick

Bauherrschaft: Andermatt Swiss Alps AG

Architektur/Generalplanung: Itten+Brechbühl AG, Zürich

Ingenieure (im GP-Team) Ingenieurgemeinschaft Domostatik GmbH D-54470 Bernkastel-Kues/Suisseplan Ingenieure AG Wohlen

Bauunternehmung: Strabag AG, Zürich

Thermische Entkopplung und Trittschallschutz: Schöck Bauteile AG, Aarau

Investitionsvolumen Total: 1,8 Mia. Franken

Investitionsvolumen Haus Hirsch: 10 Mio. Franken

Bauzeit Haus Hirsch: Juni 2012 bis Frühling / Sommer 2014

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