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Aarau

Kein Zickzack-Kurs bei der Schalldämmung

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Im Herbst 2014 haben die Arbeiten zu einem weiteren Baustein des Dreispitz-Projekts begonnen. Das rund 40-jährige Transitlager wird Teil des neuen Quartiers am Stadtrand von Basel sein, das auf dem ehemaligen Industrie- und Gewerbeareal entsteht und wo un

Es ist eines der grössten Entwicklungsprojekte der Schweiz: Der Dreispitz umfasst eine Fläche von rund 70 Fussballfeldern. Die Christoph Merian Stiftung ist alleinige Grundeigentümerin und Baurechtsgeberin (über 100 Bauberechtigte). Aus dem ehemaligen Ackerland und späteren Zollfreilager entsteht ein lebendiger Mix aus Arbeiten, Wohnen, Dienstleistungen, Kunst und Kultur. Der Vision des Architekturbüros Herzog & de Meuron aus dem Jahr 2002 folgend, werden die Entwicklungsgebiete des Dreispitz zu einem offenen und attraktiven Stadtquartier umgewandelt.

Ein Schiff mit Zickzack-Deck

Das Transitlager ist eines der ersten Gebäude auf dem Dreispitz mit einem Wohnangebot. Das dänische Architekturbüro BIG Bjarke Ingels Group, Sieger des Studienauftrags, stockt die bestehende viergeschossige Stahlbetonstruktur mit einem dreigeschossigen, zickzackförmigen Leichtbau auf, der ausschliesslich Wohnungen enthält. Für das zweite und dritte Geschoss des bestehenden Baus sind ebenfalls moderne Wohnungen, Ateliers und flexible Bürofläche vorgesehen; für das erste Obergeschoss sind Büro- und Gewerbeflächen, im Erdgeschoss kommerzielle Nutzungen sowie Gastronomie geplant.

Schalldämmende Treppenanschlüsse

Fünf im Gebäude verteilte Treppenhäuser verbinden die einzelnen Geschosse. Die vorfabrizierten Treppenelemente sind monolithisch mit den Podesten aus Ortbeton verbunden. Auf Höhe des jeweiligen Stockwerks lagern diese auf einer Trittschalldämmung; die Zwischenpodeste auf der gegenüber liegenden Seite sind mit drei Schöck Tronsole® Typen Z-V+V an der neu erstellten Treppenhauswand aufgehängt. „Wir wollten aus schalltechnischen Gründen so wenig Auflagepunkte wie möglich", erklärt Jochem Hilberink von Schnetzer Puskas Ingenieure in Basel. Die Armierungsstäbe der Tronsole® und des Treppenpodests werden mit Ortbeton miteinander „vergossen". Gefordert waren in diesem Fall 28 dB. Bei einer gemischten, intensiven Nutzung ist gewährleistet, dass sowohl Bewohner wie Gewerbetreibende ein Maximum an Wohn- und Arbeitskomfort geniessen können.

Nutzlast-Reserve eingebaut

Das „Podest-Treppenlauf-Podest"-System ist als einfacher Träger ausgebildet. Deshalb treten grundsätzlich nur vertikale Lasten auf. Das Gehäuse der Schöck Tronsole® ist jedoch auch für abhebende Kräfte ausgelegt. Bei einer Beanspruchung der Treppenelemente von 5,2 Tonnen inklusive Podeste bietet die Tronsole® mit 7,5 Tonnen (75 kN) genügend Nutzlast-Reserve. Brandschutztechnisch erfüllen die 144 Tronsole® Elemente, wie auch deren Mindestüberdeckung, EI60 nach SIA 262.

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