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Luxus-Hotel mit hohem Wärme- und Schallschutz

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Park Hotel Vitznau: Schöck-Produkte sorgen für nachhaltiges Bauen

Das bekannte Park Hotel Vitznau am Ufer des Vierwaldstät¬tersees wird seit September 2009 zu einem besonders exklusiven Fünf-Sterne-Hotel umgebaut. Die hohen Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz und die Nachhaltigkeit des Umbaus haben auch Einfluss auf die Ausführung bautechnischer Details – wie beispielsweise die Anschlussbewehrung eingebauter Bauteile. Isokorb-Typen und Tronsole-Systeme der Schöck Bauteile AG (Aarau) tragen durch hohe Wärmedämmung und Trittschallminderung gleichermassen zu bauphysikalisch sowie wirtschaftlich optimalen Lösungen bei.

Ein Luxus-Hotel mit einer bewegten Geschichte: Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Belle-Epoque-Hotel umgebaute, herrschaftliche Von Pfyffer-Villa wurde seitdem unter dem Namen „Park Hotel" weitergeführt. Im Laufe der Jahrzehnte passten die Besitzer die international renommierte Luxusherberge den gestiegenen Ansprüchen der Gäste an. Die Hotelanlage wurde mehrmals saniert und durch einen An- und Erweiterungsbau vergrössert.

Aufwendiger Rück- und Umbau

Im Jahr 2009 erwarb Peter Pühringer von der Oetker-Gruppe das mittlerweile wieder sanierungsbedürftige Hotel. Der österreichische Investor entschied, die historische Bausubstanz zu einem Fünf-Sterne-Hotel mit luxuriösem, zeitgemässem Komfort umzubauen. Ausserdem wurde zu den vorhandenen drei Gebäuden noch ein Neubau auf dem Grundstück eingeplant. Planung und Bauaufsicht übernahm der Züricher Architekt Mischa Meile.

Der aufwendige Rück- und Umbau erforderte neben einem entsprechend hohen Investitionsvolumen von über 200 Millionen Franken viel bautechnisches Know-how bei allen Baubeteiligten. Im Hauptgebäude (Gebäude A) mussten beispielsweise alle Geschossdecken erneuert werden. Die Erhaltung der historischen Bausubstanz konzentrierte sich mit der Sanierung der Natursteinfassaden und der Dächer im Wesentlichen auf das äussere Erscheinungsbild der Hotelanlage. Dem Investor waren neben Komfort auch Nachhaltigkeit und eine gewährleistete hohe Erdbebensicherheit wichtig. Deshalb wurden die Wände im Hauptgebäude in Stahlbeton neu errichtet und im Gebäude B zusätzliche Stützen und massive Betonwände angebracht.

Wärmedämmwerte liegen über der Norm

Der vom Bauherrn vorgegebene bauliche Wärmeschutz lag mit den Ansprüchen an die zu erreichenden Wärmedämmwerte deutlich über den Mindestanforderungen der SIA 180. Sie forderte beispielsweise im Gebäude A eine Minimierung der Wärmebrücken im Anschlussbereich der neu zu errichtenden Balkone und den neu eingebauten Stahlbetondecken. Das mit der Tragwerksplanung der Gebäude A und B beauftragte Wiener Ingenieurbüro Lindlbauer setzte dabei auf die bei vielen Projekten bewährten Isokorb-Lösungen der Schöck Bauteile AG. Dabei kamen neben den herkömmlichen Isokorb-Typen des Herstellers auch Typen der neuesten XT-Baureihe zum Einsatz. Sie erreichen ihre hochwärmedämmende Eigenschaft vorrangig durch eine vergrösserte Dämmdicke von 120 statt 80 Millimeter und den eingesetzten Dämmstoff Neopor (0,031 W/mK), der gegenüber dem herkömmlichen Polystyrol die Wärmestrahlung innerhalb des Dämmkörpers noch besser adsorbiert. Für noch mehr Energieeffizienz sorgen wärmedämmende HTE-Druckmodule und die reduzierte wärmeleitende Querschnittsfläche der Zugstäbe.

Hoher Schallschutz inklusive

Gegenüber durchbetonierten Anschlüssen wurde je nach eingesetztem Isokorb-Typ eine Trittschallminderung von bis zu 15 Dezibel erzielt. Gründe für die Verbesserung von rund 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Schöck-Isokorb-Typen sind – neben der Verwendung schalldämmender Materialien – die Optimierung des Bewehrungsquerschnitts und eine geringere Neigung der Bewehrungsstäbe. Ein weiterer Pluspunkt stellte aus Sicht des Ingenieurbüros die hohe Anpassungsfähigkeit der eingesetzten Isokorb-Produkte an unterschiedliche Belastungsfälle und Laststufen dar. Dadurch liessen sich je nach Statik, Balkongeometrie und ermittelter Belastung besonders wirtschaftliche Isokorb-Lösungen verwirklichen.

Trittschallminderung durch Tronsole

Ein problematischer Bereich beim Trittschallschutz ist immer das Treppenhaus – so auch beim Park Hotel Vitznau. Beim Anschluss der Laufplatten und Treppenpodeste an die Treppenhauswände wurde in den Gebäuden A und B ein speziell von Schöck entwickeltes Tronsole-System verwendet. Der eingesetzte Tronsole-Typ QW bot mit einem Trittschallverbesserungsmass ∆Lw=27 Dezibel sowie seiner hohen Einbaufreundlichkeit die vom Tragwerksplaner angestrebte, zügig umzusetzende Lösung. Neben der sicheren Aufnahme der auftretenden Querkräfte wurden dadurch die für ein Treppenhaus geltenden Trittschallschutz-Anforderungen der SIA 181 deutlich übertroffen.

Zum System des eingebauten Tronsole-Typs QW gehörten als einbaufertige Systembestandteile eine Laufhülse sowie ein die Laufhülse vor Korrosion schützendes A2-Edelstahl-Hohlprofil. Für den Tronsole-Einbau musste beim Betonieren der Treppenhauswand auf ausreichend grosse Öffnungen (25 cm x 25 cm) geachtet werden. Bei der Herstellung des Treppenlaufs brauchten die Verarbeiter dann die Tronsole nur noch durch die vorbereitete Wandöffnung in die Laufhülse einzuschieben.

Kompetente Beratung und Betreuung

Insgesamt wurden von November 2010 bis Dezember 2011 in mehreren Bauabschnitten rund 100 Isokorb-Einheiten unterschiedlichster Typen und 18 Tronsolen eingebaut. „Dank der kompetenten Beratung und intensiven Vor Ort-Betreuung durch den zuständigen Schöck-Mitarbeiter Alfonso Zoppi, der sehr verständlichen Einbauanleitungen sowie der termingenauen Anlieferung der Isokorb-Typen und Tronsole-Systeme kam es auf der Baustelle zu keinen Verzögerungen beim Einbau", konstatiert Tragwerksplaner Harald Schafleitner vom Ingenieurbüro Lindlbauer.

Seit dem Abschluss der wesentlichen Umbauarbeiten zum Jahresbeginn 2012 wird mit Hochdruck die Installation der Haustechnik und die Innenausstattung der einzelnen Gebäude vorangetrieben Die Wiedereröffnung des Park Hotels ist für Herbst 2012 vorgesehen. Nach Fertigstellung wird die Anlage neben 62 Suiten und Residenzen auch einen grosszügig angelegten Spa-Bereich und ein Medical-Center aufweisen. Durch den gebotenen Luxus und die erhalten gebliebene repräsentative Optik soll das Hotel nahtlos an die Exklusivität früherer Zeiten anknüpfen.

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