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Aarau

Neues Leben auf vergessenem Land

Scho_ck_Europaallee_Visu_Lagerstrasse
Scho_ck_Europaallee_Visu_Loggias
Scho_ck_Europaallee_IK_K_Brand_Detail
Scho_ck_Europaallee_IK_K_Einbau
Scho_ck_Europaallee_Kragplatte_Schnitt

Die SBB sind nicht nur das grösste Transportunternehmen der Schweiz, sondern auch einer der bedeutendsten Eigentümer und Betreiber von Immobilien. Entlang den Gleisen am Zürcher Hauptbahnhof entstehen auf 78'000 m2 Grundstücksfläche in acht Etappen neue Wohn-, Büro- und Gewerberäume.

Unter dem Namen „Europaallee" wachsen derzeit zwischen Hauptbahnhof und Langstrasse mächtige Gebäude himmelwärts. Dabei war das Gebiet für viele Zürcher jahrzehntelang Niemandsland. Nach rund 30-jähriger Planungszeit werden nun innerhalb weniger Jahre Nägel mit Köpfen gemacht. Und die Dimensionen des neues Stadtteils sind umso beeindruckender: Bis 2020 werden hier 400 Wohnungen und 160 Hotelzimmer entstehen, 6.000 Menschen arbeiten und 2.500 Studenten lernen.

Loggien mit Brandabschottung

Der Spatenstich zu den Bauten von Baufeld G erfolgte im August 2012. Hier entstehen rund 9'000 Quadratmeter Dienstleistungsfläche (HNF) sowie ca. 12'000 Quadratmeter Wohnfläche (HNF). In zwei unterschiedlich hohen Türmen werden 46 Eigentumswohnungen (Gebäudehöhe circa 60 Meter) respektive 72 Seniorenwohnungen (Gebäudehöhe circa 47 Meter) mit der entsprechenden Infrastruktur angeboten. Anstelle von Balkonen sahen die Architekten verglaste Loggien vor. Diese über 100 einspringenden, ungeheizten „Wintergärten" sind mit dem Schöck Isokorb thermisch vom Innenraum entkoppelt. Da die Loggien mit elektrischen Leitungen erschlossen sind, gelten sie aus feuerpolizeilicher Sicht als Wohnraum. Die entsprechenden Kragplattenanschlüsse mussten daher aus brandschutztechnischen Gründen abgeschottet werden, um den Brandüberschlag von einem Stockwerk zum andern zu verhindern.

Kragplattenanschlüsse mit VKF-Zertifikat

Diese Brandschutzvorschrift kommt bei fünf- und mehrstöckigen Bauten zum Tragen. Auch die Kragplattenanschlüsse müssen zertifiziert sein. Schöck Bauteile AG kann für seinen Isokorb Typ K seit vielen Jahren ein Zertifikat der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF vorweisen (REI 120). Das Unternehmen ist damit  noch heute der einzige Anbieter auf dem Schweizer Markt mit Messresultaten bei Vollbrand 1.000°C. Diese Tatsache war für die Ausführung in diesem Projekt entscheidend.

Sonderanfertigung des Isokorb

Die rund 1.000 Isokorb Elemente für das Baufeld G sind Sonderanfertigungen mit unterschiedlichen Bewehrungslängen und -durchmessern. Weil die Loggia-Kragplatten an ihrer Oberseite ein leichtes Gefälle für den Wasserabfluss und somit eine Verjüngung nach aussen aufweisen, sind die oberen Bewehrungsstäbe des Isokorb in der gleichen Neigung vorgebogen. Auf diese Weise ist die nötige Betonüberdeckung gewährleistet. Gleichzeitig hat man den Korb mit einer darunterliegenden geraden Bewehrungsstange verstärkt. Der Polystyrol-Dämmkörper ist auf allen vier Schmalseiten mit Streifen einer feuerfesten, zementgebundenen Fibersilikatplatte eingefasst sowie auf der oben liegenden Schmalseite mit einem intumiszierenden Band versehen, das im Brandfall aufquillt. Somit erfüllt das Schöck-Produkt in der Europaallee zwei Aufgaben: die thermische Entkoppelung der unbeheizten Loggias vom Wohnraum sowie den Schutz vor Brandüberschlag.

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