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Olten, CH

Revisionsanlage SBB

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In der neuen Wartungshalle des SBB Industriewerkes in Olten wird der Unterhalt von Trieb- und Gliederzügen einfacher und schneller möglich sein.
Foto: Patrick Lüthy

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Für die Betonarbeiten wurden die Stark- und Bahnstromleitungen freigelegt.
Foto: Patrick Lüthy

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Die im Bild helle Glasfaserbewehrung Combar verhindert im Be-reich der Starkstromleitungen eine Induktionswirkung und somit Wärmebildung.
Foto: Patrick Lüthy

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Die Spezialbewehrung Combar von Schöck ist problemlos mit Stahl kombinierbar.
Foto: Patrick Lüthy

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In besonders korrosiven Umgebungen und wenn stahlfrei gebaut werden muss, erfüllt herkömmlicher Betonstahl die gegebenen Anforderungen nicht. In diesen Fällen eröffnet die Glasfaserbewehrung Schöck Combar neue Möglichkeiten. Foto: Schöck Bauteile GmbH

Neue Züge, neue Wartungshalle

Elektromagnetisch neutrale Bewehrung

In Olten, Schweiz, entsteht nach Einschätzung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die möglicherweise komplexeste Revisionsanlage der Welt. Die Anlage wird von einer Starkstromleitung durchquert. Da es bei einer herkömmlichen Stahlbewehrung durch Induktionswirkung zu Wirbelströmen und dadurch zu starkem Energieverlust und Erwärmung der Bodenplatte gekommen wäre, wurde die nicht elektrisch leitfähige Glasfaserbewehrung Combar des Bauprodukteherstellers Schöck eingebaut.

Starkstromleitungen und Induktionswärme

Die acht in einem Rohrbündel verlaufenden Leitungen wurden im besagten Bereich freigelegt und temporär sorgfältig aufgehängt. Während der Planung hatte ein Bahnstromspezialist der SBB dringend davon abgeraten, unmittelbar um die Leitungen herum eine herkömmliche Stahlbewehrung zu verwenden. Grund dafür ist, dass mit einer Stahlbewehrung eine Induktion entstehen würde, die zu Wirbelströmen führt. Diese haben zur Folge, dass Energie verloren geht und sich die Bodenplatte erwärmt. Eine Vermeidung dieser Wirbelströme kann nur mit einer elektrisch nicht leitenden Bewehrung behoben werden.

Spezialbewehrung aus Glasfaser

In Absprache mit den Statikern entschied sich der Bauherr für eine Spezialbewehrung von Schöck, die rund einen halben Meter um die Leitungen herum verlegt wurde. Die Bewehrungsstäbe aus Glasfaserverbundwerkstoff sind weder magnetisch noch magnetisierbar, leiten also keine Elektrizität, und sind außerdem korrosionsfrei. Die nach Kundenwunsch geformten Stäbe wurden unter und über den Leitungsrohren kreuzweise verlegt und mit der anschließenden Stahlbewehrung verbunden. „Was an Combar praktisch ist: Es unterscheidet sich punkto Verarbeitung in nichts von herkömmlichem Betonstahl. Wir mussten weder die Mitarbeiter schulen noch spezielle Übergänge vorsehen“, so Björn Ossenbrink, Projektleiter beim Generalplaner.

Trotz des Einsatz einer vergleichsweise kleinen Menge an Glasfaserbewehrung, zeigt dieses Beispiel neben einer Vielzahl anderer Detaillösungen bei Projekten der SBB, wie unkompliziert und wirksam die Spezialbewehrung mit Stahl kombinierbar ist. Sie kann flächendeckend für ganze Gebäudeteile oder punktuell sehr spezifische Aufgaben lösen.

 

Bauherr:

SBB Immobilien/Development Bahnproduktion und SBB AG          Personenverkehr/Anlagenmanagement              

Bauunternehmer:

Erne AG, Olten

Generalplaner:

BHM Engineering & Consulting AG, FL-Schaan

Bauleitung:

Gerber und Partner Bauingenieure und Planer AG, Windisch

Schöck Produkt:

 Combar (entspricht 1,5 t Stahlbewehrung)